"Nuits d'été" (Juli 2011)
| Hector Berlioz | | Villanelle |
| (1803-1869) | | aus: Les Nuits d'Été (1840/41) Bearbeitung für Gesang und Instrumentalensemble von Takaaki Horiuchi |
| Maurice Ravell | | Prélude à la Nuit (1907) |
| (1875-1937) | | aus : Rapsodie espagnole Bearbeitung für Instrumentalensemble von Takaaki Horiuchi |
| Maurice Ravel | | Chansons madécasses (1925/26) für Gesang, Flöte, Violoncello und Klavier |
Darius Milhaud (1892-1974) | | Sonatine (1953) pour Violon et Violoncelle |
| Hector Berlioz | | Au cimetière. Clair de lune |
| | aus : Les Nuits d'Été Bearbeitung für Gesang und Instrumentalensemble von Takaaki Horiuchi |
| Darius Milhaud | | Suite (1936) für Violine, Klarinette und Klavier |
| Maurice Ravel | | Ronsard à son âme (1924) Bearbeitung für Gesang und Instrumentalensemble von Hans Fuhlbom |
| Hector Berlioz | | Villanelle Bearbeitung für Gesang und Instrumentalensemble von Takaaki Horiuchi |
Seit seiner Gründung im Jahr 2006 hat das aus Absolventen der Freiburger Musikhochschule
bestehende Ensemble ANPRALL mit zahlreichen Konzerten in Deutschland und Frankreich
auf sich aufmerksam gemacht.
Unter dem Titel „Nuits d'Été” präsentieren die fünf
Musiker/innen ein sommerliches, vokal-instrumentales Programm mit Werken französischer
Komponisten.
Als Gast wird die Pariser Mezzosopranistin Joanne Calmel unter anderem zwei Lieder aus
dem Zyklus „Les Nuits d'Été von Hector Berlioz nach Texten von Théophile Gautier singen, dessen eröffnende
Villanelle das Programm umrahmt.
Die exotisch gefärbten Chansons madécasses nach Prosagedichten des Frühromantikers Evariste-Désiré
de Parny stehen für den klanglich herben, quasi „enthäuteten” Spätstil Ravels, der sich - mit einfacheren
Mitteln - auch in seinem Klavierlied Ronsard à son âme widerspiegelt.
Als instrumentale Kontrapunkte sind den Liedern zwei kleiner besetzte Kammermusikwerke von Darius
Milhaud sowie das Eingangsstück aus Ravels Rapsodie espagnole, Prélude à la Nuit, gegenübergestellt.
Die Bearbeitungen der beiden Berlioz-Lieder und von Prélude à la Nuit hat der japanische Komponist
Takaaki Horiuchi speziell für dieses Programm im Auftrag des Ensembles geschrieben. Dafür danken wir
ihm herzlich.
Spieldauer ca. 55 Minuten
"Quatuor pour la fin du temps" (November 2011)
Gérard Pesson (geb. 1958) | | Nocturnes en quatuor (1987) für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier |
Olivier Messiaen (1908-1992) | | Quatuor pour la fin du temps (1941) für Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier |
(PDF 84 KB)
"Ein gewaltiger Engel kam aus dem Himmel herab; er war von einer Wolke umhüllt, und der Regenbogen
stand über seinem Haupt. Und er erhob seine rechte Hand zum Himmel und schwor bei dem, der in alle
Ewigkeit lebt: Es wird keine Zeit mehr bleiben."
Inspiriert von dieser Passage aus dem 10. Kapitel der Offenbarung des Johannes, schrieb Olivier
Messiaen während seiner Gefangenschaft in einem Straf- und Arbeitslager in Görlitz sein achtsätziges
Quartett auf das Ende der Zeit, einen Hymnus an die Natur, an die Unsterblichkeit Jesu und die
Himmelfahrt des Menschen zu Gott.
Messiaens gewaltigem Quartett sind die sieben filigranen Nocturnes en quatuor (1987) von Gérard
Pesson als Präludium vorangestellt. Darin folgt der am Pariser Konservatorium von Betsy Jolas und Ivo
Malec ausgebildete Komponist einer Ästhetik der Stille, die "sich in das musikalische Material einritzt".
Seit 1988 widmet sich Pesson zunehmend dem Musiktheater. Seine jüngste Oper Pastorale wurde 2006
an der Stuttgarter Oper uraufgeführt.
"Variationen / Variations / Variaciones" (Februar 2012)
| Igor Strawinsky (1882-1971) | | Theme with Variations, aus: Sonate für zwei Klaviere (1943-44) |
| Johann Jakob Froberger (1616-1667) | | Ricercare Nr. 5 FbWV 405 (4st.) |
| Olivier Messiaen (1908-1992) | | Thème et Variations (1932) pour violon et piano |
| Henry Purcell (1659-1695) | | Fantazia upon one note Z 745 (5st.) |
| Mauricio Kagel (1931-2008) | | Variaciones para cuarteto mixto (1951/52, rev. 1991), Fassung für Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello |
| Maurice Ravel (1875-1937) | | Passacaille, aus: Trio (1914) pour Piano, Violon et Violoncelle |
| Gilbert Amy (geb. 1936) | | Variations (1956) pour flûte, clarinette, violoncelle et piano |
| Henri Dutilleux (geb. 1916) | | Trois strophes sur le nom de Sacher (1976/1982) für Violoncello solo |
(PDF 100 KB)
Variationen? Was ist nicht Variation? So ließe sich fragen angesichts eines elementaren Formprinzips, das nahezu allgegenwärtig ist und nicht nur einzelne Sätze oder ganze Werke zusammenhält, sondern auch in kürzeren formalen Einheiten, etwa zwischen den Phrasen eines Themas, Zusammenhang stiftet.
Aus einer unüberschaubaren Vielzahl verlockender Beispiele werden in diesem Programm acht Stücke von acht Komponisten aus dem 17. und 20. Jahrhundert gegenübergestellt, von denen drei (Froberger, Purcell, Strawinsky) in Bearbeitungen erklingen.
Die kleine Auswahl soll den Blick auf die Vielseitigkeit der kompositorischen Möglichkeiten lenken und reicht von der kontinuierlichen (tonalen und klanglichen) Umfärbung eines einzigen Tones (Purcell) über die alten Formen des (Variationen-) Ricercars (Froberger) und der Passacaglia (Ravel) bis zu den Solo-Variationen über ein soggetto cavato (Dutilleux).
Bisherige Projekte:
"Nuits d'été"Juli 2011
Berlioz, Ravel, Milhaud
"Unbroken Circle"
Februar 2011
Grazyna Bacewicz, Peter Maxwell Davies, Eckehard Kiem, Claude Vivier
"personae"
(Solo- und Duo-Kompositionen Freiburger Komponisten)
Juli 2010 - depot.K Freiburg
Iannis Xenakis, Johannes Schöllhorn, Mia Schmidt, Wolfgang Motz, Mark Barden, Frank Michael, Brian Ferneyhough
"Backlash"Januar 2010
Hans Zender, Pierre Boulez, Thomas Müller, Elliott Carter, Alban Berg, Anton Webern, Elliott Carter
"Kammermusik des 20. Jahrhunderts"Juli 2009
Elliott Carter, Igor Strawinsky, Leos Janacek, Bela Bartok, Mauricio Kagel
"Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben" Januar/ Februar 2009
Luciano Berio, Igor Strawinsky, Lukas Foss, Darius Milhaud, Aaron Copland
Debüt - Konzert28. April 2007
Pianohaus Lepthien, Freiburg