depot.K e.V.

Kunstprojekt Freiburg

    


depot.K Sommeraktion 2018

debut.K – Junge Kunst und Musik im depot.K

„Hybrid“ – Skulptur und Relief von Paul Ahl

Paul Ahl fand 2014 zu einer überraschend neuen künstlerischen Technik. Er beobachtete, wie sich durch starken Regen Auswaschungen, Bodenerosionen ergeben und suchte in der Folge nach einem Weg, diesen Prozess selbst zu steuern. Mit verschiedensten Materialexperimenten tastete er sich zunächst an diesen natürlichen Vorgang heran. Inzwischen spült er mit dem Hochdruckereiniger feinere und grobere Partien aus Tonplatten heraus. Ahl arbeitet mit allen vier Elementen. Zwei davon, nämlich Erde und Wasser wurden nun schon erwähnt. Doch diese Tonreliefs durchlaufen noch einen langwierigen Trocknungsprozess (Stichwort Luft) bevor sie im Holzbrandverfahren und bei Temperaturen bis zu 1.000 Grad gebrannt und damit haltbar gemacht werden. Der Brand bringt nun auch den Zufall ins Spiel.
Ahl nimmt dabei das durch Spannungsrisse bedingte Zerbrechen der Tontafeln bewusst in Kauf, sammelte die Scherben aus dem Ofen und fügt sie mit Epoxidharz wieder zusammen.
Seit Ende 2017 entstehen paralell Arbeiten in Beton in dieser Arbeitstechnik und Betongüsse.
Website: www.paulahl.de

Klanginstallationen junger bolivianischer Komponisten

Ein Projekt des depot.K in Kooperation mit dem Institut für Neue Musik der Hochschule für Musik Freiburg. Künstlerische Leitung: Alexander Grebtschenko

Carla Quispe Calderón · Alexander Choquehuanca · Yerko Estévez · Adrián Quintela Heredia · Guillermo Leonardini · Jorge Monroy · Jorge Villaseca

Es ist ein Team junger Komponistinnen und Komponisten aus La Paz, die vom Institut für Neue Musik eingeladen wurden, in Freiburg ihre Klanginstallationen zu präsentieren. Die Arbeiten entstanden im Rahmen ihrer künstlerischen Ausbildung an der „Casa Taller“, der einzigen Akademie für Komposition in Bolivien. Substantieller Bestandteil dieses zweijährigen Studiums sind dreiwöchige Gastworkshops pro Semester. International qualifizierte Expertinnen und Experten erweitern hier das Lehrangebot. Solch konzentrierte Projektphasen vertiefen die Sachkenntnis von Spezialthemen - insbesondere schärfen sie den Blick für die Diversität und Komplexität des Faches Komposition.

Alexander Grebtschenko, Leiter des Studios für Elektronische Musik des Instituts für Neue Musik Freiburg, unterrichtete im Jahr 2016 das Thema „Komponieren mit den Mitteln der Elektronik“. Neben der Grundlagenarbeit in den Modulen Akustik und Tontechnik, entwickelte und produzierte die siebenköpfige Ausbildungsklasse des Jahrgangs 2015-2017 unverwechselbar fantasievolle Objekte – sie alle spiegeln das Experimentieren mit Spielstrategien, interaktiven Skripten und performativem Denken.

„Casa Taller“ wurde im Jahr 2012 von vier jungen Komponistinnen und Komponisten gegründet. Primäres Anliegen des Leitungskollektivs Lluvia Bustos, Miguel Llanque, Canela Palacios und Sebastián Zuleta war es, einen physischen Ort für die Neue Musik in Bolivien zu schaffen, einen Ort zum Bündeln von Kompetenzen, zum Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen aus aller Welt, einen Ort zum Erarbeiten und Präsentieren aktueller Werke der jungen Generation. Rasch rückte ein zweites Ziel in den Mittelpunkt des Interesses: Die Gruppe begann, die erste Akademie für zeitgenössisches Komponieren in Bolivien aufzubauen. Erste Workshopkonzepte führten zum Entwurf eines zweijährigen Ausbildungsplans. Im Jahr 2017 absolvierten die ersten sieben Studierenden ihren künstlerischen Abschluss an der „Casa Taller“. Zudem entstand das Ensemble „Weed“, das 2014 das Album „Ulupika“ mit Stücken des Leitungsquartetts veröffentlichte. Eine weitere Publikation „Ulupika Vol.2“ stellt Werke der examinierten Studierenden vor.
Weitere Informationen: Studio für Elektronische Musik

Ausstellung vom 07.07. bis 29.07.2018
Vernissage: Freitag, 6. Juli 2018, 19 Uhr

  • Samstag, 14. Juli 2018, 19 Uhr
    Midissage: »BOX«
    Eine installative Performance von Telemach Wiesinger und Alexander Grebtschenko
    Eintritt frei
  • Die Grundlage für die Live-Performace "BOX" bilden eine automatisierte und computergesteuerte E-Gitarre sowie vorgefertigtes und in Echtzeit generiertes akkustisches und visuelles Material. Der komplexe Aufbau von 16mm Filmprojektoren und Leinwand erlaubt - auch bei offengelegter Funktionsweise - eine Vielzahl von überraschenden Situationen und Erlebnissen.

  • Sonntag, 29. Juli 2018, 15 Uhr
    Finissage
    zum Abschluss der depot.K-Sommeraktion

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